Unser Jahresprogramm 2020 steht!

Wir freuen uns, dass wir nach vielen Wochen der Vorbereitung und gemeinsamen Planung mit unseren Kooperationspartner/innen das Veranstaltungsprogramm für dieses Jahr veröffentlichen dürfen! Verschiedene saisonale Stadtteilspaziergänge, Workshops & gemeinsames Ernten und Kochen warten auf euch. Außerdem bieten wir zusammen mit dem ‚Plauener Bahnhof‘ und unserem Partner-Zukunftsstadtprojekt ‚Zur Tonne‘ einen spannenden Aktionstag für Kinder und Jugendliche im Rahmen des Dresdner Ferienpasses an. Auch beim Müllerbrunnenfest werdet ihr uns am Lehmofen der ‚Aktion Ameise‘ antreffen. Lest hier mehr über unsere geplanten Veranstaltungen und macht mit!

Neue Kooperation mit der TU Dresden

Was wächst eigentlich schon alles an essbaren Gehölzen in Plauen und vor allem wie viel davon, wo genau und wem gehört’s? Um diese Fragen zu beantworten wollen wir möglichst viele essbare Gehölze in Plauen durch eine Kartierung erfassen. Die Ergebnisse sind in vielerlei Hinsicht interessant: z.B. dienen sie der Forschung am IÖR, für welche die Daten einen Einblick in die Frage geben, wie viele Bewohner/innen durch das Stadtobst theoretisch versorgt werden könnten. Zum Anderen wollen wir auf Grundlage der Kartierungsdaten die Routen für unsere online-Stadtspaziergänge entwickeln , die im Laufe des Jahres auf dieser Website erscheinen sollen. Dafür wird vorher aber mit den Eigentümer/innen der einzelnen Gehölze abgestimmt, ob eine Ernte durch die Stadtbevölkerung erlaubt oder sogar erwünscht ist.

Wir freuen uns sehr, dass wir für die komplexe Aufgabe der Kartierung den Lehrstuhl für Pflanzenverwendung an der TU Dresden unter Juniorprofessor Dr.-Ing. Martin Hellbach gewinnen konnten! In den folgenden Monaten wird eine Mitarbeiterin aus dem Lehrstuhl essbare Gehölze verschiedenster Art an Straßenzügen, in Parks und Innenhöfen bestimmen.

Vernetzungstreffen mit Plauener Initiativen

Bei unserem 1. Vernetzungstreffen im September trafen wir viele Plauener Initiativen in der ZWICKmühle, um uns über Aktivitäten im Stadtteil zu informieren und zukünftige Kooperationen zu planen. Mit dabei waren unter anderem der Bioladen Nahrungsquell, das sozialpädagogische Projekt Plauener Bahnhof, die Schokoladenmanufaktur Pralinenherz, das Stadtbezirksamt Plauen, das Kinderumweltbildungsprojekt Aktion Ameise und das Insitut für ökologische Raumentwicklung (IÖR). In gemütlicher Runde tauschten wir uns über verschiedene Möglichkeiten aus, was die Iniatitiven und Institutionen zur Entwicklung eines essbaren und konsumbewussten Stadtteils beitragen können. Im Vordergrund stehen dabei die Vernetzung untereinander und Bündelung von bereits vorhandenen Ressourcen. Das diesjährige Programm wird in enger Zusammenarbeit mit den Akteuren stattfinden, in den Veranstaltungen wird sich das individuelle Wissen und Netzwerke der Akteure widerspiegeln.

In diesem Zuge konnten wir, neben unserem eigenen, ein weiteres „Frischlingsprojekt“ unter den Plauener Stadtteilinitiativen kennenlernen: den Nachbarschaftstreff ‚ZWICKmühle‘. Wir sind ganz begeistert von der tollen Atmosphäre vor Ort. Hier könnt ihr für eure eigenen Veranstaltungsideen einen passenden Ort finden, oder einfach an Aktionen von und für die Plauener Nachbarschaft teilnehmen. Eine klare Empfehlung unsererseits! Auch wir werden den Ort wieder für die eine oder andere Veranstaltung in Anspruch nehmen.

„Pick your own“- unser erster Erntespaziergang durch Plauen

Im Rahmen des Umundu-Festivals für nachhaltige Entwicklung konnten wir kurz nach unserem Projektstart am 1. Oktober 2019 zum ersten Erntespaziergang durch Plauen einladen. Wir haben uns sehr über die hohe Teilnehmer/innenzahl gefreut, rund 35 Interessierte kamen zum Treffpunkt am Müllerbrunnen und machten sich neugierig mit uns auf den Weg – beim Überqueren der Straßen fühlten wir uns manchmal, als wären wir zur Critical Mass zu Fuß unterwegs!

Die Landschaftsarchitektin und Waldorfpädagogin Anita Gross führte uns durch die Grünstreifen, Parks, Innenhöfe und entlegenen Naturoasen Plauens. Anita stellte eine große Vielfalt an bekannteren und unbekannteren essbaren Obst- und Wildobstgehölzen vor. Wir haben zu einigen Kulturen Rezeptvorschläge und Tipps zu Verwendung oder Haltbarmachung bekommen und uns über Erfahrungen ausgetauscht und konnten sogar ein paar vorbereitete und mitgebrachte Kostproben aus Gläsern nehmen. Für eine reichhaltige Ernte ist der Oktober zu spät – das haben wir schonmal gelernt – zum Kennenlernen und Probieren der verschiedenen Obstkulturen hat die Ausbeute allerdings allemal gereicht. So konnten wir von Sanddorn, Weißdorn, Zürgelbaum, Zierapfel, Äpfeln und Birnen, Wal- und Haselnüssen probieren und konnten Früchte der stark duftenden Zierquitte für den Kleiderschrank, sowie Früchte von Hopfen für entspannenden und Blätter von Gingko für anregenden Tee mitnehmen.

Im Jahr 2020 sind weitere Spaziergänge mit Anita geplant, bei denen wir zu verschiedenen Jahreszeiten wieder durch Plauen streifen werden. Wir können es kaum erwarten!